Vergaberichtlinien
für die Verleihung des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises durch die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk
Präambel
Zum Andenken an den Schriftsteller Wilhelm Raabe (1831 - 1910), der seit 1870 bis zu seinem Tod in Braunschweig gelebt und gearbeitet hat, wurde im Jahr 1944 der Wilhelm Raabe-Preis gestiftet. Dieser Preis ist unverändert bis 1990 vergeben worden.
Im Rahmen modifizierter kulturpolitischer Zielsetzungen hat die Stadt Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk den Wilhelm Raabe-Preis neu konzipiert. Beide Partner würdigen damit das Lebenswerk Wilhelm Raabes und seine herausragende Geistesleistung seiner Zeit.
Der neue Preis trägt den modifizierten Namen "Wilhelm-Raabe-Literaturpreis"
Zielsetzung und Kriterien
Mit der Verleihung dieses Preises zeichnen die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk alle zwei Jahre ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Einzelwerk aus. Es muss in den zwei Jahren erschienen sein. Ausgeschlossen ist die Würdigung eines Erstlingswerkes oder des Gesamtwerkes.
Preisgeld
Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ist mit 25.000,- € dotiert.
Jury
Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer ehrenamtlich tätigen siebenköpfigen Jury ausgewählt, die die/den Sprecherin/Sprecher aus ihrem Kreis bestimmt. Die Entscheidung gründet sich auf eine einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet und von der Preiszuteilung ausgeschlossen.
Die Berufung der Jury obliegt einvernehmlich der Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk. Ihr gehören an: je ein/e Vertreterin/Vertreter der Stadt Braunschweig und von Deutschlandfunk und fünf weitere von Mal zu Mal zu benennende Mitglieder. Ein Mitglied der Jury ist von der internationalen Raabe-Gesellschaft zu benennen.
Die Jury hat das alleinige Recht Vorschläge zur Preisverleihung einzubringen.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nimmt das Raabe-Haus:Literaturzentrum, eine Institution des Kulturinstituts der Stadt Braunschweig wahr.
Postanschrift:
Stadt Braunschweig
Fachbereich Kultur
Abteilung für Literatur und Musik
Raabe-Haus:Literaturzentrum
Schlossplatz 1
38100 Braunschweig.
Beschlussverfahren
Die Entscheidung der Jury ist dem Oberbürgermeister und dem Intendanten von Deutschlandradio zuzuleiten. Nach der Abstimmung mit dem Intendanten von Deutschlandradio unterbreitet der Oberbürgermeister dem Verwaltungsausschuss einen Verleihungsvorschlag. Unter Beteiligung des Kulturausschusses entscheidet der Verwaltungsausschuss endgültig über die Verleihung des Preises. Stimmt der Verwaltungsausschuss dem Vorschlag des Oberbürgermeisters nicht zu, so kann die Verleihung des Preises ausgesetzt werden.
Das gesamte Verfahren ist bis zu der endgültigen Verkündigung vertraulich durchzuführen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Preisübergabe
Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird in einer öffentlichen Feierstunde im zeitlichen Zusammenhang mit dem Todestag Wilhelm Raabes am 15. November verliehen.
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